Mairegen macht schön!

Pfingsten zum Vielitzsee mit Gästen aus Hamburg

Der Hamburger Ruderinnen-Club von 1925 e.V. (HRC) war über die Pfingsttage zu Gast in Neuruppin und das bereits zum dritten Mal.

Es wurde ein wahres Wellness-Wochenende mit sanfter Hautwäsche und porentief reinigendem Peeling am Samstag, gefolgt vom Freiluft-Solarium am Sonntag. 

Ihr versteht, wir nahmen das Wetter mit Humor. Hamburgerin Susi legte, als wir völlig durchnässt waren, das Motto der Fahrt fest: "Mairegen macht schön". Heißt nicht, dass auch nur eine von uns das überhaupt nötig hätte! Im Folgenden erfahrt ihr alle Einzelheiten.


Gewässer-Route: Ruppiner See, Rhin,  Schleuse Alt Ruppin, Molchowsee, Tetzensee, Zermützelsee, Rhin, Gudelacksee, Vielitzsee und am nächsten Tag retour.


Zwölf Frauen reisten am Freitag Nachmittag aus der Großstadt an und bezogen Quartier im kleinen Bootshaus und Bettenlager im Tischtennisraum des NRC. Pips hatte für den ersten gemeinsamen Abend Räucherfisch aus Zippelsförde besorgt, der von den Hamburgerinnen und mir mit weiteren Leckereien - von A wie Apfel-Chutney bis Z wie Zitronenkuchen - ergänzt wurde. So lernte ich Ingrid, Donna, Susi, Heidi, Frauke, Ingeborg, Conny, Christa, Beatrice, Kerstin, Marion und Icke gleich von bester kulinarischer Seite kennen. 

Der Samstag startete dann mit einem leckeren Frühstück bei Jörg im Irish Pub. Heike aus Flecken Zechlin sowie zwei weitere Neuruppinerinnen Caro und Antje verstärkten das Ruderfrauen-Team. Wir holten Viribus Unitis, die Brandenburg, Boltenmühle und Flecken Zechlin aus den Bootshallen und nach feierlicher Übergabe der Hamburger Vereinsflagge ging es endlich los nach Vielitz. 

Ich durfte Viribus steuern mit Antje als Schlagfrau, Susi, Christa und Ingrid. Bis auf eine kleine Schrecksekunde, als ich den Paddelhaken kurz verlor, sind wir ohne Schaden bis zur Pause an der Badestelle in Zermützel gekommen. Das Wetter war leider sehr wechselhaft, wir zogen die Regensachen ständig an oder aus. Ich beneidete Antje dabei um ihren schönen grünen Regenhut.

In der Schleuse Alt Ruppin (Neumühle).

Die größere Pick-nick Pause machten wir dann am Gudelacksee. Kaffee, Brötchen und Kuchen genossen wir noch im Trockenen, gemeinsam mit zahlreichen Mücken, aber über dem Gudelacksee türmten sich schon dunkle Wolken.

Trügerische Ruhe vor dem Sturm am Gudelacksee.

So großartig motiviert erreichten wir endlich den Garten vom Ehepaar Drebenstedt in Vielitz. Sie halfen uns beim Anlegen und Ausladen des Gepäcks und sogar noch beim Tragen der Skulls auf ihr nahegelegenes wunderschönes Grundstück. Wir konnten uns dort auch im Gartenhäuschen trockene Sachen anziehen und das WC benutzen. Ein Glück, dass Pips so nette Kunden hat!

Die Rückreise nach Neuruppin traten wir mit einem großen Linienbus an. Dort sorgte das gute Essen im Irish Pub für einen versöhnlichen Tagesabschluss. Donnas Wettervorhersage für den nächsten Tag war zudem auch besser.

Unterwegs perfektioniert: Snackübergabe von Boot zu Boot mit dem Skull als Tablett.

Kaum hatten wir in Richtung Lindow abgelegt, kam immer stärkerer Wind auf, der Regen prasselte unaufhörlich und die Wellen türmten sich auf dem See als wir die Insel Werder passierten. Wir sehnten uns das Ende der Tour herbei, aber der Vielitzsee zog sich leider noch ganz schön in die Länge. In dieser trostlosen Lage fand Susi das besagte Motto unserer Wanderfahrt: Mairegen macht schön! 


Am Sonntag brachte uns ein Bus wieder nach Vielitz. Die Drebenstedts waren ebenso hilfsbereit wie am Vortag und gaben uns sogar noch eine kleine Führung durch die aufwendig restaurierte Dorfkirche mit sehenswerter Orgel. Vielen Dank nochmals für die Mühe mit uns Ruderinnen!

Es wurde ein perfekter Tag mit bestem Wetter. Hier ein paar Impressionen:



Ja, so schön kann Rudern sein! Wir hatten viel Spaß an diesem Tag. Ich war mit Beatrice, Conny und Pips in der Boltenmühle und wir genossen die schöne Landschaft. Leider waren wir bei diesem Pfingstwetter nicht allein auf dem Wasser und ärgerten uns über einige Motorbootfahrer. Das war aber am Abend schon vergessen. Pips grillte für uns und wir saßen am reich gedeckten Tisch auf der Terrasse des Bootshauses und klönten noch lange. Zu späterer Stunde wurde auch noch gemeinsam gesungen. 


Der Montagmorgen startete wieder mit einem gemeinsamen Frühstück im Pub. Danach brachen wir noch zu einer letzten kleinen Runde über den See auf: Treskow, Lanke und wegen dem schlechten Wetters nur noch über den Bahndamm und die Seesauna zurück zum NRC. Dort putzen wir die Boote und setzten uns danach ein letztes Mal zum Essen der Reste zusammen. Zum Dank für die gute Organisation erhielt Pips noch einen Gutschein für den Pub von den Gästen.

Auch nach ca. 75 km noch bei bester Laune.


Bis zur nächsten Pfingstfahrt, viele Grüße nach Hamburg!