Fahrt nach Caputh

November am Schwielowsee

Die Einladung zum Berliner Staffelmarathon konnte ich glücklicherweise mit einem guten Argument ausschlagen: Rudern statt Laufen! Natürlich war mir auch die Laufstrecke von 5km viel zu kurz im Vergleich zu über 60 Ruderkilometern :-).

Der Potsdamer Ruder Club - Germania (PRCG) hatte zur traditionellen Caputh Ruderfahrt am 15. und 16. November geladen. Dank der guten Kontakte von Pips, durfte auch ich mitkommen. Dadurch konnten zwei Vierer-Mannschaften gestellt werden. 

Die Informationen zum Ablauf der Fahrt ließen eine perfekte Organisation vermuten, selbst die Bootseinteilung erhielten wir schon vorab per Mail. Diese war zu unser vollsten Zufriedenheit, so dass wir am Freitagnachmittag tatsächlich in Richtung Hauptstadt aufbrachen. Gabi vom Frauen-Ruder-Club Wannsee (FRCW), die auch zu den Teilnehmern gehörte, hatte uns zur Übernachtung bei sich eingeladen. Das ersparte uns ein zu frühes Aufstehen, denn am Samstag mussten wir bereits um 8:30 Uhr ruderfertig beim PRCG sein. DANKE Gabi! 

Blick auf das Bootshaus von PRCG und Welle-Poseidon ...

 

Hier die Bootseinteilung:

Meissen

Obmann Wolfgang (PRCG, Organisator der Fahrt)

Kerstin (RV Birkenwerder)

Helma (RV Kalkberge Rüdersdorf)

Dagmar (FRCW)

Waltraud (PRCG)

 

Brandenburg

Obfrau Angelika "Winni" (PRCG, Verpflegungsfachkraft)

Anita (FRCW)

Gabi (FRCW)

Britta "Pips" (Neuruppiner Ruder-Club, NRC)

Sylvia (NRC)

und auf den Wannsee.

Wie ihr lesen könnt, waren wir eine ganz bunt gemischte Truppe aus verschiedenen Vereinen. Hinzu kamen noch Harald, der uns um einiges Gepäck erleichterte und Exil-Dresdnerin Susanne, die uns leckere Stolle kredenzte. Von der Kaffeepause trennten uns aber noch viele Ruderkilometer. 

Erstmal mussten wir uns an das Bootsmaterial mit nicht ganz optimaler Einstellung gewöhnen.  Gerade waren wir ums Eck, nicht einmal 3 km hatten wir zurück gelegt, da rief auch schon Gabi von Platz eins „Ruder halt!” Ihre Dolle stand kurz davor in den Tiefen des Sees zu versinken. Nur gut, dass Pips immer ihr Werkzeug dabei hat!

Boxenstopp auf Kälberwerder.



Danach konnten wir die Strecke endlich in Angriff nehmen: Vorbei an der Pfaueninsel, über den Jungfernsee, den Sacrow-Paretzer-Kanal entlang, backbord auf den Schlänitzsee, über die Wublitz, den großen Zernsee, den nördlichen Schwielowsee bis nach Caputh am Templiner See. Hier einige Impressionen des ersten Tages.


Kurzpause bei den Bornimer Wasserfreunden.

Idyllisches Wublitzufer - im Naturschutzgebiet.

Halt für ein Heißgetränk und Foto.


Zum Mittag konnten wir in Werder anlegen und uns dort im warmen Bootshaus gemütlich zusammen setzen, um die mitgebrachten Köstlichkeiten zu genießen.


Serviervorschlag.

Dick eingemummelt auf dem Steuerplatz. Im Hintergrund die Insel Werder.


Das Wetter war auf unserer Seite, keine widrigen Windverhältnisse oder Regengüsse. Auch den Schwielowsee passierten wir ohne Probleme. In Caputh mussten wir noch kurz die Seilfähre abwarten, dann hatten wir das Ziel erreicht. Leider war einer meiner schönen Gummistiefel defekt und der Fuß wurde nass! Im Ort waren für uns Zimmer im Hotel Müllerhof reserviert, welches optimal nur wenige Meter von der Anlegestelle entfernt liegt. So konnte ich schnell die Socken wechseln. Die Sauna war für uns Ruderer auch schon angeheizt.

Caputh ganz nah - die Gummistiefel zur Hand.



Es folgte ein leckeres Abendessen, links beispielhaft meine Rehmedaillons.

Schlemmerfahrt könnte man die Tour wohl auch nennen, denn am nächsten Morgen ging es mit einem reichhaltigen Frühstücksbuffet weiter.


Um ein paar der Kalorien los zu werden, legten wir einen kleinen Umweg über den Wentorfgraben ein. Hier mussten wir uns vorsichtig an den Hindernissen und Untiefen vorbeischlängeln.



Danach lag folgender Weg vor uns: Über den Petzinsee, den Templiner See, Abkürzung durch den Judengraben, über den Tiefen See und Jungfernsee, steuerbord an der Pfaueninsel vorbei, ums Haveleck zurück zum PRCG.

Leider herrschte trübes Wetter mit Nieselregen an diesem Tag.


Wir kommen gerne wieder!

Unter der Brücke an der Freundschaftsinsel wechselte ich auf den Steuerplatz - wir hatten uns die zwei Tage in fünf Steuerabschnitte aufgeteilt.

Das letzte Stück kämpften sich meine Ruderinnen tapfer durch Regen und Wind. Mir gelang zum krönenden Abschluss ein gutes Anlegemanöver. Gemeinsam putzen wir dann ausgiebig die ziemlich dreckigen Boote. 

Bei den Nachbarinnen vom FRCW ließen wir die schöne Fahrt mit Kaffee und Resteessen ausklingen. 62 km können wir ins Fahrtenbuch notieren. Vielen Dank für eine unterhaltsame und abwechslungsreiche Ruderfahrt!