Gluthitze auf dem Rhin

Heiße Pfingsten mit den Hamburger Ruderinnen

An Pfingsten bot der Terminkalender für Neuruppiner Ruderer wieder viele Möglichkeiten: Die Vogalonga in Venedig, eine 5-Tagesfahrt mit dem Ruderclub Königs Wusterhausen, die traditionelle Leberwurstfahrt und unsere Tour nach Fehrbellin mit dem Hamburger Ruderinnen-Club (HRC).



Freitagabend stimmt Pips die Gäste mit Variationen von Räucherfisch aus Kunsterspring auf die Ruppiner Gewässer ein. 


Am Samstag bereitet Jörg uns dann mit einem super Frühstück im Irish Pub (Vereinslokal des NRC) einen guten Start in den Tag. 

Unsere Boote, Viribus unitis, Brandenburg, Vaterland und Flecken Zechlin liegen schon im Wasser. Um 9 Uhr strahlt bereits die Sonne vom Himmel. 


Der Wetterbericht warnt: „Hitzewelle an Pfingsten: Experten raten zum Faulenzen.” Wir nehmen’s sportlich, packen einige extra Liter Wasser ein und los geht’s! Die drei Vierer und den Zweier besetzen wir mit 12 Hamburgerinnen, Heike und Ilona aus Flecken, Kerstin aus Eisenhüttenstadt und drei Neuruppinerinnen Caro, Pips und mir.

 

 

 


Die Route: Ruppiner See, Schleuse Altfriesack, Bützsee, Bützrhin, Alter Rhin, Schleuse Hakenberg, Fehrbelliner Kanal, Wustrauer Rhin bis zur Anlegestelle MBC Fehrbellin (Sonntag Retour). VL: Kerstin (HRC)


Schleuse Altfriesack: Unsere Steuerfrau jubelt und ich habe ab hier Neuwasser.


Pause im Alten Rhin. Dringend benötigt werden Kohlenhydrate, Magnesium und Kalium = Banane - hier im Bild mit Ruth.

Ohne Kopfbedeckung geht nichts an diesen Tagen, hier einige Varianten von Helga, Ingeborg und Ingrid.


Eine Wanderfahrt ist wie üblich auch Bildungsfahrt. Diesmal steht die Ornithologie auf dem Plan. Die Umgebung ist natürlich auch ein Vogelparadies und wir hören Gezwitscher aus jeder Ecke. Ich bin begeistert von den Vogelstimmen-Imitationen der Ruderkameradinnen.  Die Rohrsängerfamilie wird besonders ins Auge gefasst. Nach weiterer Internet-Recherche, komme ich zu dem Schluss, dass mir mit Inbrunst der Gesang des Drosselrohrsängers vorgeführt wurde. 


Pause vor der Schleuse Hakenberg. Kulinarische Köstlichkeiten werden herum gereicht, z.B.  Zitronenkuchen von Icke und Boulettenspieße von Heike.

In der Schleuse


Letzte Trinkpause vorm Ziel. Wir prosten uns nur mit Wasser zu. Beim Motorbootclub Fehrbellin parken wir die Boote über Nacht und lassen uns vom Bus abholen. 


Frisch geduscht erwartet Jörg uns mit einem leckeren Buffet auf der Pub-Terrasse. Vor dem kleinen Bootshaus lassen wir den Abend gemütlich ausklingen. 


Am Sonntag treffen wir uns schon um 7:45 Uhr im Pub zum Frühstück, um der drohenden Hitze im Kanal etwas zu entgehen.

Im Radio höre ich an diesem morgen: "Körperliche Anstrengung vermeiden, viel trinken (keinen Alkohol!), Schatten aufsuchen." 







Letzteres versuchen wir hier. 



Der Mohn blüht wunderschön ... und ich bin nicht die einzige Paparazza auf dem Kanal!


Segelversuch auf dem Bützsee, leider herrscht zu wenig und erst recht kein frischer Wind!

Zwischendurch mal die Füße kühlen.


Endlich eine Badepause!

Warten auf die Schleusung in Altfriesack. Der einzige Schattenplatz ist schon belegt mit der VL!

Wir treffen auf kinderreiche Schwäne.


Danach haben wir uns Gegrilltes von Pips, Salat & Co. redlich verdient!

Nach der Schleuse werden die letzten Kilometer zur Qual. Mit unzähligen Trinkpausen, Fußbädern, nass gemachten Kappen und Traubenzucker schleppen wir uns über den Ruppiner See - leider ist es der längste Brandenburgs! 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Mmmh!


Ein Regenbogen über dem See. Wir bekommen aber nur wenige Tropfen ab. 

Es wird allerdings etwas windiger am Abend und die Teelichter gehen uns immer wieder aus. Wir schaffen Abhilfe:



Am nächsten Morgen ist es ungemütlich und wir planen eine kleine Ausfahrt um die Altruppiner Insel vor der Heimreise der Hamburgerinnen. Die Fleckener und Kerstin von der Oder haben uns bereits verlassen.

Zunächst soll es in die Lanke gehen - keine gute Idee: Der Wind bläst genau dort hinein und wir müssen uns mit Mühe wieder heraus kämpfen. Auf der anderen Bahndammseite ist es aber ruhig. Kurz legen wir beim Alt Ruppiner Ruderclub an.

Anschließend werden die Boote gründlich geputzt und die Bugleinen sogar zur linksgedrehten Hamburger Schnecke gerollt. 84 heiß erkämpfte Kilometer tragen wir ins Fahrtenbuch ein

Allen hat es gut gefallen und im nächsten Jahr sehen wir uns bestimmt wieder, zur 5. Wanderfahrt des HRC nach Neuruppin!