Wanderrudertreffen in Mirow - entenstark!

Jedes Jahr findet am letzten Augustwochenende das berühmt berüchtigte Wanderrudertreffen in Mirow statt. Allerdings benötigt man dazu eine Einladung. Wie gut, dass ich ein Mitglied des legendären Mirower Entenachters, genauer gesagt, die Ente mit dem lautesten Schnabel - Pips, persönlich kenne. Mit Vitamin B durfte ich also zum 29. Treffen mitfahren!!

Am Freitagnachmittag ging es los. Mein Smart hätte die Berge an Gepäck mit Zelt und den ganzen Leckereien für unterwegs niemals fassen können, daher fuhr Pips.

Wir wurden herzlich von den Gastgebern empfangen und machten uns direkt an den Aufbau der Zelte. Danach hatten wir uns Kaffee und ein Stück von meinem Schokoladenkuchen redlich verdient. Pips Untermieterin Gabi und NRCler Hannes waren inzwischen auch eingetroffen. Als farblichen Gegenpol zu all den Enten trug ich ein T-Shirt mit großem grünen Kermit - ab da hieß ich nur noch "Frau Frosch". 

Natürlich wollten wir die Kuchenkalorien noch am selben Abend bei einer kleinen Ausfahrt zum Leppinsee abrudern. Pips wünschte sich den Vierer Daressalam (=Haus des Friedens) als Boot. Eine Mannschaft war gar nicht so leicht zu finden. Hannes überredete Ina, Zuständige fürs Wanderrudern beim DRV, mit uns ins Boot zu steigen. So erfuhren wir gleich das Neuste aus ihrem Ressort.

Pips ist nicht im Bild zu sehen, denn sie hatte sich gerade die Haare frisch im See gewaschen und war noch ungeföhnt. Der Vogelsch... sollte uns das nötige Wetterglück an diesem Wochenende bescheren!



Am Bootshaus gab es dann zur Stärkung leckere Schmalz- und Leberwurststullen. Bis in die Nacht hinein wurden die neusten Infos ausgetauscht, das Wiedersehen gefeiert und am Lagerfeuer der Mundharmonika von Hannes gelauscht.


Oh Schreck! Ich durfte eine Premiere feiern und im Riemen-Achter "Athene" sitzen!! Zum Glück kannte ich schon zwei nette Ruderkameradinnen aus dem Boot, Steefi und Elke. Zehn Vierer zwei Achter und zwei Zweier würden sich auf den Weg in Richtung Müritz begeben.

Zunächst wurde aber Karl-Heinz, der Retter des Entenachters, verdient und mit viel Beifall der Ruderer geehrt.  

In unzähligen Stunden hatte er den Doppelachter, die Mecklenburg (weiter unten links im Bild), mit viel Herzblut rundum erneuert. Unbezahlbar!!!


Dann herrschte Aufbruchsstimmung und jeder hielt Ausschau nach dem Rest seiner Mannschaft.

Die Besatzung der Athene stellte sich als sehr nett heraus und ich war nicht die Einzige ohne Riemenerfahrung. Unsere griechische Göttin war allerdings ziemlich verstaubt!

Die Entenjäger, der "böse Zweier", ließen keinen Zweifel an ihren Absichten. Die Speisekarte rudert immer mit, hier zu lesen auf dem Rücken von Sven.


Kielhund Manni wartete schon auf seine Entenschar.


Diesmal fehlte die nette Entenmutti und einige weitere Stammenten, so dass Ersatzerpel ans Ruder mussten.

Ente Pips könnte doch auch in Neuruppin öfter mal Leggings tragen!

Steuererpel Heinzdieter und Schlagerpel Stefan.


In der Schleuse wurde es ganz schön eng. Wilfried beruhigte uns mit scharfem Granatapfel.


Eine erste kleine Pause bei Lärz. Dank Gentleman Daniel schaffte ich es aus dem Boot an dieser hohen Uferkante. 

Nicht nur der böse Zweier mit Sven, Mathias & Erik, sondern auch ...


... Entenfreunde waren unterwegs.

Das VL-Boot mit Mischa fuhr voraus.


Wir waren derweil erstaunt wie schnell man so ganz "ohne Kraft" im Kanal vorwärts kam. Kaum hatten wir allerdings viel Platz auf dem Sumpfsee, wurde unser Steuermann von einer roten Tonne wie magisch angezogen. Ich konnte den Riemen gerade noch einziehen und einen Badeausflug verhindern.

Schwentine und Blau Weiß zogen an uns vorbei.


Auf der Müritz machte sich langsam der Hunger bemerkbar und wir kehrten um zur Badestelle Milli bei Rechlin. 



Dort erwartete uns der Imbisswagen

... mit knusprig gegrillter Ente?

Kaffee und Kuchen gab es hinterher auch noch.

Ach nein, Hähnchen!

Einige Boote brachen noch zur Müritzumfahrt auf, die Achter mussten den gleichen Weg zurück nach Mirow nehmen. Wir tauschten Steefi, sie brauchte die Kilometer, gegen Entenretter Karl-Heinz.

Die Enten wurden auf dem Heimweg bei einem kurzen Halt von einem Paddler tätlich angegriffen, aber davon sollen sie euch lieber selbst berichten. Die gute Stimmung am Abend ließen wir uns dadurch auch nicht verderben.


Es gab sehr leckere Gulaschsuppe und Schwein mit Salatbeilagen zum Essen. Für Musik und schönen Gesang sorgte die Tochter des Vereinsvorsitzenden. Es wurde eine lange Partynacht! Aufgrund des Regens zogen wir in die Bootshalle.


Am nächsten Morgen verließen uns schon einige weit gereiste, wie Elke aus unserem Achter, nach dem Frühstück. Eine Fahrt zum Leppinsee stand auf dem Programm. Wir kamen flott voran und legten bei Paddel-Paul zur Pause an. Die Enten fuhren natürlich nach Entenhausen, einem Café in der Nähe.

Unser Achter fotografiert von Steuermann Rüdiger: Bodo, Henriet, Andreas, Heinz, Stefanie, Wilfried, ich und Daniel.


Das große Putzen.

Dann das große Fress...  Abschiedsessen!


Wieder einmal ging eine schöne und erlebnisreiche Wanderfahrt zu Ende. 

Dank an alle Mirower für ein perfekt organisiertes Wochenende!!!