Himmelfahrt

... sieht man rosa auf Ruppiner Gewässern

Der Ruderverein e.V. Zechlin, bei dem ich seit kurzem ebenfalls Mitglied bin, hatte vom 13. bis 17. Mai zur 34. Ruderwanderfahrt auf den Ruppiner Gewässern eingeladen. Ausgangspunkt für alle Tagesfahrten war das Bootshaus der Alt Ruppiner Ruderer. Die Teilnehmer waren bunt gemischt und in variabler Anzahl, natürlich vom RV Zechlin, dazu vom Neuruppiner RC, Richtershorner RV, Märkischem RV und SV Energie Berlin. 


So sah der geplante Ablauf aus:

  • Mi. 13. Mai: Anreise ab 17:00 Uhr
  • Do.14. Mai: Fahrt nach Boltenmühle, 24 km     
  • Fr. 15. Mai: Fahrt nach Alt Friesack, mit Inselumrundung auf dem Bützsee, 32 km
  • Sa. 16. Mai:  Fahrt zum Möllensee, 38 km
  • So. 17. Mai:  Gemütliches Sonntagsfrühstück, Fahrtenausklang  

Manche Dinge lassen sich nur schwer in Worte fassen, man muss sie einfach selbst erlebt, gesehen, gehört oder gerochen haben. Das gilt ganz besonders für diese Wanderfahrt. Einiges in diesem Bericht wird euch Lesern daher Rätsel aufgeben oder für Kopfschütteln sorgen ... verständlich eben nur für Insider. 

Ganz so viel Bildmaterial wie sonst habe ich diesmal nicht, denn am Freitag musste ich leider die Gruppe verlassen und arbeiten. Im Nachhinein ist es wohl sowieso besser, dass nicht jeder unserer Gedanken fotografiert wurde!



Anreisetag Mittwoch:

Keine 7 km Fahrtweg sind es von mir zu Hause bis zur Alt Ruppiner Halbinsel, trotzdem bauten Pips und ich lieber das Zelt auf dem Gelände des ARC auf. Ganz anders als Heike, die abends immer noch nach Flecken radelte und am nächsten Morgen pünktlich um siebensiebensiebzisch zurück war.

Nach und nach trudelten die weiteren Gäste ein und bezogen ihr Quartier. 

Zum Abendessen spendierte uns Martina eine Pizza und von mir gab's hinterher noch ein Quarkdessert.



Die VL Steffi präsentiert uns hier tanzend ihre Flamingo Lichterkette. Daneben "The Brain", Maskottchen und Gehirn des morgigen Vierers.

Da kann der Alt Ruppiner nur staunen!


So singt Brain (Video; nicht so gute Qualität, aber für einen Eindruck reicht es aus):

Download
Brain_1.mp4
MP3 Audio Datei 9.9 MB


Himmelfahrt:

Am frühen Morgen weckten mich die lauten Vogelrufe über dem Zelt. Hatten die anderen auch den Uhu fliegen gehört?


Nein!?


Dann war mein Uhu wohl doch eher ein Kuckuck!


Für den Text zu diesem Tag muss eine andere Schriftfarbe her als mein Lieblingsgrün! Die Besatzung des legendären Damen-Vierers trug nämlich, ihr ahnt es sicher bereits, rosa, wie der zugehörige Flamingo. Leider musste Martina ihre Knochen schonen und durfte nicht mitrudern. Über den würdigen Ersatz wurde bereits am Vorabend lange hin und her diskutiert. Schließlich kam nur eins in Frage:


HUMMELCHEN!

Pink für Ladies ist ja nichts besonderes aber Magenta für Matze und das am Herrentag - Hut ab vor so viel Mut!!! Das hätte sich nicht jeder getraut!!! So durfte er die ganze Tour auf dem Steuerthron der Rhintreue Platz nehmen und wurde von Heike, Steffi, Ilona und Elke über die Seen gerudert.

Kann man euch davon Fotos zeigen, habe ich überlegt? Da sie bereits unterwegs von hunderten von Leuten gesehen wurden, auf Facebook sicher schon alles zu finden ist und auch die Seite des RV Zechlin mit einem Himmelfahrtsbild startet, lautet die Antwort - JA!


Prinzessin Magenta die 1. hier mit Zepter

Die Besatzung in voller rosa Pracht

Brain wurde sicher fest gemacht


Das Bootsmaterial suchten wir uns etwas mühevoll in den Hallen zusammen; irgendwann war schließlich auch der letzte Rollsitz gefunden und es konnte losgehen. Gleich in der Schleuse trafen wir auf die ersten Freizeitkapitäne mit ihren führerscheinfreien Motorbooten. Die einen drängelten sich vor, die anderen hatten große Mühe in der Schleuse. O-Ton: „ Sie sehen doch, dass wir nicht können!“

Im Zweier Freiherr vom Stein ruderten Pips und Nicole mit  Ingolf an der Steuerleine.

Mit mir im Boot saßen Angela und Karsten. Unser Zweier Pionier hatte seine Jungpionierzeit allerdings schon sehr sehr lange hinter sich gelassen! Darauf ein Gläschen Rotkäppchen, natürlich rosé.


Das Wetter hätte etwas wärmer sein können, aber wir blieben trocken und konnten in Boltenmühle sogar draußen sitzen. Das rosa Gefolge zog dort natürlich alle Blicke auf sich.

Angela hüllte uns in Seifenblasen.


Die Sonne ließ sich auf dem Rückweg kurz blicken.

Am Abend grillte Ingolf dann für uns und wir saßen noch gemütlich beisammen.

Ein Prosit auf diesen gelungenen Herrentag!



Freitag:

Am Freitag musste ich leider zur Arbeit, dafür reiste Holger aus Berlin an. Die Fahrt ging nach Alt Friesack, um dort beim Fischer zu Mittag zu essen. Die Bützseeinsel wurde allerdings nicht wie geplant umrundet, so dass nur 28 km zu Buche schlugen. 

Am Abend bereiteten wir gemeinsam einen großen Topf Wurstgulasch. Martina war extra angereist, um die freie Stelle am Herd einzunehmen.


 

 

 

 

 

 

Zum Nachtisch gab es noch Eis ... und Popcorn hatten wir auch ganz viel!




 

Vorm warmen Kachelofen wurde dann noch gekuschelt.



Samstag:

Der Samstag startete windig. Auf bekannter Strecke ruderten wir in Richtung Zermützelsee. Ingolf war an diesem Tag nicht mehr dabei, dafür kam Kati mit ins Boot. Wir fuhren gemeinsam mit Heike, Ilona und Pips im Vierer.

Die Badestelle am Zermützelsee war ideal für eine WC-Pause, auch wenn das Dixi-Klo nicht so gut duftete wie zuletzt in Karwe. Die anderen Frauen sahen wir später beim Schaupinkeln am Rhinufer - manchmal ist der nächste Baum einfach zu weit weg. Auf die Frage, „Gehören Sie zusammen?", hätten wir in diesem Moment wohl geantwortet: „Wir fünf schon!!!"


Skullmikado

Unten der Herrenzweier mit Karsten, Holger und Matthias.


Der Steg am Möllensee war zugeparkt mit Motorbooten!

VL-Vati Herbert erwartete uns mit leckerer Gulaschsuppe und Kaffee. DANKE für den Service!


Ein kurzes Nickerchern, dann ging's schon wieder zurück in Richtung Alt Ruppin.

Die Boote wurden schnell geputzt und unter hochkomplexer fachlicher Einweisung von Nicole in die Halle gebracht.


Gerade noch rechtzeitig bevor das Wetter ganz ungemütlich wurde.

Räucherfisch zum letzten gemeinsamen Abendessen.



Der Wind machte den Zeltabbau schwierig!

Abreisetag Sonntag: 

Ein letztes gemeinsames Frühstück und Aufräumen des Quartiers, dann trennten sich unsere Wege.

Eine unvergessliches Himmelfahrtswochenende ging leider zu Ende.

 

Vielen lieben Dank an die Organisatoren und alle gut gelaunten Teilnehmer!!



Was lernten wir noch auf dieser Fahrt?:

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