Haderslev

Ein Wochenende in Dänemark

Der Deutsche Ruderverein Hadersleben (DRH) hatte zur Feier seines 90. Geburtstages zu einem großen Rudertreffen vom 29. bis 31. Juli eingeladen. Dieser Aufruf war auch unserem Wanderruderwart Hannes im 420 km entfernten Neuruppin nicht entgangen und er hatte sogleich eine Ausschreibung ans schwarze Brett gehangen. Im nahe gelegenen Danhostel reservierte er zudem Übernachtungsplätze und Frühstück für die Teilnehmer. Es meldeten sich schließlich 12 aktive Ruderer und einige Begleitpersonen zur Wanderfahrt an.

Der erste Bungalow mit sechs Schlafplätzen war schnell besetzt, so schloß ich mich mit Heidi, Ilona, Pips, Claudia und Dieter für den zweiten zusammen. Die Anreise sollte individuell am Donnerstag erfolgen. Wir verteilten uns und unser Gepäck auf zwei Autos; die Versorgungsaufträge für Getränke und Speisen waren vergeben. Es konnte also gar nichts schief gehen!

Ilona und ich ließen uns von Pips chauffieren. Ich hatte dazu musikalische Unterhaltung für jeden Geschmack dabei, so dass ausgelassene Stimmung im Auto herrschte, Aloha Heja!

Hier die Details unserer erlebnisreichen Fahrt mit Bildern von den Mitreisenden und mir:


Blick vom Gelände des Danhostel

Ohne Stau erreichten wir Hadersleben bereits am frühen Nachmittag. Fahrtenleiter Hannes kam mit seinem Wohnwagen genau richtig zu Kaffee und Kuchen an. Das Gelände unserer Unterkunft war sehr gepflegt - ein Rasen zum Golfspielen.

Nachdem die Betten bezogen waren, brachen wir zu einem kleinen Stadtbummel auf. Der Weg führte dabei an den beiden Haderslebener Rudervereinen, dem deutschen und dem dänischen, vorbei. Infos zur Stadt findet ihr hier

Am Abend verlegten wir das Essen ans Wasser und saßen danach noch gemütlich vor der Hütte und genossen den Sonnenuntergang. Dieser wurde unzählige Male von allen fotografiert.

Sonnenuntergang nochmal als Panorama

Am nächsten Morgen bot unsere Herberge leider nur ein wenig abwechslungsreiches Frühstück. Falls wir jemals wiederkehren, versorgen wir uns besser selbst.

Danach waren wir beim DRH verabredet, um bei der Überführung einiger Boote zum Startpunkt der großen Jubiläumsfahrt am Samstag zu helfen. Der Haderslev Dam, der See an dem sich der Verein befindet, liegt westlich der Altstadt und ist durch den nicht passierbaren Mühlenstrom vom Fjord getrennt. Die Boote mussten also übergetragen werden. Ein seltenes Erlebnis, wann fahren wir Brandenburger schon mal mit dem Bootswagen durch die Straßen?! 

Wir nutzten die Boote noch für eine kleine Ausfahrt von etwa 20 km in die Förde hinein (Karte s.u.) und durften mit etwas Überredungskunst an einem Privatsteg picknicken.

Am Ruderverein fand dann ein Begrüßungsabend mit Kuchen, Würstchen, Salat und Getränken der regionalen Brauerei statt. Jeder wurde registriert und erhielt schon alle nötigen Informationen für den Samstag. Leider wurde ich nur einem Skullboot zugeteilt, aber es sollte sich "besatzungsmäßig" noch als sehr gutes Los herausstellen. Auf dem Fest trafen wir zahlreiche Ruderer aus Berlin/Brandenburg, darunter auch einige bekannte Gesichter. Als Hundefreundin fiel mir ein Dackel unter der Bierzeltgarnitur auf und wie es der Zufall wollte, gehörte der zu meiner morgigen Mitruderin Sabina! Wir verlebten einen netten Abend, aber es wurde zeitig geschlafen, denn ein langer Rudertag stand bevor.

Am Samstag bekamen wir Dank Intervention von DRH Vorsitzender Angelika sogar ein Frühstück vor Acht in unserem Hostel. Ein Bus brachte uns dann zum Startpunkt der Tagesfahrt. Das Wetter war leider vormittags sehr regnerisch, dafür die Stimmung in meinem Boot Trio umso fröhlicher. Die Einheimische Sabina gab uns von Kultur bis Krimi viele Infos zur Heimat. Wir wissen jetzt, wo schöne Kirchen stehen und Leichen gefunden wurden!

Hier die vielen Bilder von der Fahrt zur Insel Årø:

Schlechtes Wetter über der Förde

Die Mannschaften finden sich an ihren Booten zusammen, über 90 Ruderer in ca. 20 Booten.

Neben Sabina rudert Hartmut aus Schmöckwitz als Obmann in meinem Dreier mit und Junior Finn steuert uns. Auf dem Rückweg lenkt uns Dänemarkfahrer Hinrich, denn Sabina muss bei den Festvorbereitungen helfen.

Die Skullboote legen neben dem Fähranleger an, die Inrigger fahren bis zur Insel, insgesamt 34 bzw. 36 km.

Karte mit dem Streckenverlauf (rot)


Panorama mit Steuermann

Nach diesem erlebnisreichen Rudertag brauchten alle erstmal eine heiße Dusche. Auf unserer kleinen Terrasse spannten wir Wäscheleinen für die nassen Sachen. Das hielt uns nicht davon ab, dort auch Platz zu nehmen. Mit Heidi und Guntara tranken wir ein Gläschen Sekt auf den schönen Tag. Ein Bus holte uns gegen Abend ab und fuhr uns zur Deutschen Schule, wo die Festveranstaltung stattfand. Mit Gesang und Tanzeinlagen wurden wir dort gut unterhalten, der spätere DJ hatte allerdings eher die CD fürs Seniorenheim aufgelegt. Das Essen für die über 100 Gäste wurde im Imbisswagen zubereitet und schmeckte sehr gut. Dazu gab es ein großes Salatbuffet und später noch Eis zum Dessert.

Am Sonntag konnten Ilona, Heidi, Pips und ich leider nicht mehr am offiziellen Empfang teilnehmen, denn wir mussten die Rückreise antreten. Es war eine schöne Zeit in Dänemark, bei der wir viele nette Ruderkameraden kennenlernen durften!

Hier ein Link zu einem weiteren Bericht über das DRH-Jubiläumswochenende.

Wir bedanken uns für ein tolles Wochenende in Dänemark und kommen gerne, spätestens zum 100. Geburtstag, wieder!